Kath. Kirchengemeinde St. Peter u. Paul

Alles über Päpste

Chronologische Papstliste

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Papstliste

Wissenswertes zum Thema Papst

Pontifikat ist die Bezeichnung für Amt, Amtszeit und Würde eines Pontifex. Das Wort Pontifex ist abgeleitet vom lateinischen Pontifex, eigentlich als "Brückenbauer" zu übersetzen, und wurde verwendet als Bezeichnung für ein Mitglied des Kollegiums der Pontifices, das heißt eines Kollegiums von Priestern, denen ursprünglich die Unterhaltung der Tiberbrücke im alten Rom oblag, und später die Aufsicht über das ganze Religionswesen übertragen wurde. Heute werden im allgemeinen Amt und Amtszeit eines Papstes als Pontifikat bezeichnet.

Im Kardinalskollegium sind alle Kardinäle der römisch-katholischen Kirche vertreten. Kardinäle werden jeweils vom Papst auf Lebenszeit ernannt. Die vornehmste Aufgabe des Kardinalskollegiums ist die Papstwahl. Weitere Aufgaben sind die gemeinsame Beratung wichtiger Fragen zusammen mit dem Papst sowie die Übernahme verschiedener Ämter und Funktionen für die Gesamtkirche.
Das Kardinalskollegium ist in drei Klassen (ordines) unterteilt (Kardinalbischöfe, Kardinalpriester und Kardinaldiakone). Derzeit (April 2005) gehören 183 Kardinäle aus aller Welt zu diesem Gremium.
An der Papstwahl teilnehmen dürfen allerdings nur Kardinäle, die zum Zeitpunkt des Eintritts der Sedisvakanz das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; das sind gegenwärtig 117: 58 (von insgesamt 95) Kardinäle kommen aus Europa, 14 (18) aus Nordamerika, 21 (31) aus Lateinamerika, 11 (16) aus Afrika, 11 (18) aus Asien, 2 (5) aus Ozeanien.
Ein Kardinal ist in pectore, ihn kannte nur der Papst. Vermutlich stammt er aus einem Land, in dem die Kirche verfolgt wird und die Ernennung zum Kardinal ihn zusätzlich gefährden würde. An der Papstwahl kann er nun nicht teilnehmen, da Papst Johannes Paul II. ihn zu Lebzeiten nicht mehr zum Kardinal kreiert hat und niemandem außer einem Papst dieses Recht zusteht.
Dekan und damit Vorsitzender des Kardinalskollegiums war bis zu seiner Wahl zum Papst Benedikt XVI. Joseph Kardinal Ratzinger.

In einem Konklave wählen die dazu berechtigten Kardinäle der Römisch-Katholischen Kirche den Papst und Bischof von Rom. Eine Wahl wird notwendig, wenn das Oberhaupt der katholischen Kirche gestorben oder von seinem Amt zurückgetreten ist. Der Rücktritt eines Papstes ist jedoch seit Gregor XII. 1415 nicht mehr erfolgt.
Das Wort „Konklave“ ist lateinischen Ursprungs (Conclave) und bedeutet „verschließbarer Raum“ (v. lat.: clavis = Schlüssel). Es bezeichnet sowohl den abgeschlossenen Raum, in dem die Papstwahl stattfindet, als auch die Zusammenkunft der wahlberechtigten Kardinäle selbst.
Das Wahlverfahren im Konklave wurde erstmals im Rahmen des Zweiten Konzils von Lyon im Jahre 1274 rechtlich festgelegt. Die Wähler werden so lange von der Außenwelt abgeschottet, bis sie sich auf einen Kandidaten geeinigt haben. Heute dient die Sixtinische Kapelle im Vatikan als Sitzungsort des Konklaves.

Sedisvakanz (von lateinisch: sedes ‚Stuhl‘; vacans ‚leer, unbesetzt‘) bezeichnet den Zeitraum, in dem ein Amt, insbesondere ein Bischofsamt, vor allem der Stuhl Petri (das Papstamt) in der katholischen Kirche, nicht besetzt ist. Im folgenden ist nur von der Sedisvakanz des Papstamtes die Rede.

Gegenpapst
Als Gegenpapst (pseudopapa, antipapa) wird ein Papst bezeichnet, wenn er zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten (und nicht zurückgetretenen) Papstes aufgestellt wurde. Zur Aufstellung von Gegenpäpsten kam es, weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete, oder der Kaiser bzw. römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Wegen unterschiedlicher Zählung, verschiedener Standpunkte und der zum Teil chaotischen Papstwahlen ist die wirkliche Anzahl der Gegenpäpste schwer festzustellen. Die Angaben liegen zwischen 25 und 40.
Bei einigen Päpsten ist es zudem schwierig festzustellen, ob sie rechtmäßig oder unrechtmäßig im Amt waren. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in der schwierigen Quellenlage und in den teilweise chaotischen Umständen während der Wahl bzw. Ernennung. Als erster Gegenpapst gilt Hippolyt (217 - 235) und als letzter Felix V. (1439 - 1449).
Auch Johannes Paul II. wurde in seiner Amtszeit von einigen Anhängern sedisvakantistische Gruppierungen abgelehnt, die selbst den Anspruch erhoben, der rechtmäßige Papst zu sein, wie etwa Clemente Domínguez y Gómez (als Gregor XVII.; † 22. März 2005), David Allen Bawden (als Michael I.) oder Lucian Pulvermacher (als Pius XIII.). Allerdings unterscheiden diese sich insofern von den historischen Gegenpäpsten, als sie keine Unterstützung in der kirchlichen Hierarchie genossen und nur einige Tausend Anhänger mit starker regionaler Begrenzung hatten.

Konzilpapst
Ein Konzilpapst ist ein Papst, der während des Konzils „regiert“. Da das Konzil (2. Vaticanum) noch nicht beendet war wurde natürlich nach dem Tod des einen ein neuer gewählt. Deshalb gab es 2 „Konzilspäpste“.